Anschlussfinanzierung

Vorausschauend und sicher bauen
Wer ein Haus kauft oder baut, wird früher oder später an den Punkt kommen, an dem die erste Sollzinsbindung ausläuft und über eine Anschlussfinanzierung der Restschuld nachgedacht werden muss. Wer sich rechtzeitig um die Anschlussfinanzierung kümmert, sichert sich niedrige Zinsen und kann einiges an Geld sparen. Das sogenannte Forwarddarlehen, was wortwörtlich übersetzt “Voraus-Darlehen” bedeutet, ist eine solche Anschlussfinanzierung. Das Forwarddarlehen besteht aus einem Annuitätendarlehen mit festgelegten Monatsraten und einer frei wählbaren Zinsbindung. Die Besonderheit bei dieser Anschlussfinanzierung: es lässt sich bereits bis zu fünf Jahre im Voraus abschließen und sichert Ihnen den aktuellen Zinssatz zu diesem Zeitpunkt. Steigen die Zinsen in den kommenden Jahren, sind Sie fein raus und freuen sich über den Niedrigzins.

Wann sollte eine Anschlussfinanzierung abgeschlossen werden?

Grundsätzlich ist eine Anschlussfinanzierung immer dann sinnvoll, wenn Sie über den Bau oder Kauf einer Immobilie nachdenken. Die wichtige Frage ist, zu welchem Zeitpunkt Sie die Anschlussfinanzierung abschließen sollten. Grundsätzlich muss die Anschlussfinanzierung während der Laufzeit der ersten Sollzinsbindung geschehen, spätestens jedoch 12 Monate vor deren Ablauf. Hierbei sollten unbedingt die Fristen beachtet werden: Bei Vertragsschluss bestimmt die sogenannte Forward-Periode, welcher Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und der Auszahlung des Forwarddarlehens liegt. Die Forward-Periode dauert maximal 66 Monate und minimal 12 Monate, bevor Ihr derzeitiges Darlehen fällig wird. Liegen Sie darunter oder darüber, ist ein Forwarddarlehen zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Ein guter Richtwert, um sich mit der Anschlussfinanzierung Ihrer Immobilie zu beschäftigen, ist 36 Monate vor Ende Ihrer aktuellen Zinsbindung.

Ein weiterer und wichtiger Punkt bei der Anschlussfinanzierung spielt die Zinsentwicklung. Das Forwarddarlehen lohnt sich vor allem dann, wenn die Zinsen niedrig sind und eine steigende Tendenz für die kommenden Jahre erwartet wird. Leider lässt sich nie eine sichere Prognose stellen, wie sich die Zinsen innerhalb der kommenden Jahre entwickeln werden. Hier ist oft Fingerspitzengefühl gefragt und das Ganze erinnert ein wenig an den Aktienhandel: einsteigen, wenn es am günstigsten ist und den meisten Profit mitnehmen.

Wir beraten Sie gerne zum Thema Anschlussfinanzierung, gehen mit Ihnen alle wichtigen Details durch und finden gemeinsam den richtigen Einstiegszeitpunkt für Ihr Forwarddarlehen.

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Die Vorteile des Forwarddarlehens im Überblick
  • Sie sichern sich zum optimalen Zeitpunkt gegen das Risiko steigender Zinsen in den kommenden Jahren ab
  • hohe Planungssicherheit durch günstige Konditionen und Zinsen
  • geregelte monatliche Ratenzahlungen
  • die Sollzinsbindung beginnt erst am Auszahlungstermin

Zinsaufschlag beachten

Beim Abschluss einer Anschlussfinanzierung spielt die Forward-Phase eine wichtige Rolle. Steigen nämlich nach Abschluss des Forwarddarlehens die Zinsen für Annuitätendarlehen an, bedeutet dies einen Verlust an Zinseinnahmen für die Bank. Aus diesem Grund werden für Forwarddarlehen Zinsaufschläge durch die Banken berechnet, die sich nach der Dauer der Forward-Phase richten. Grundsätzlich gilt, je länger die vereinbarte Forward-Phase der Anschlussfinanzierung läuft, desto höher ist der Zinsaufschlag, der Ihnen durch die Bank berechnet wird. Was auf den ersten Blick nicht gut klingen mag, erweist sich im direkten Vergleich dennoch als Vorteil: der Zinsaufschlag ist in der Regel geringer, als die Zinssteigerung bei Annuitätendarlehen. Bei Finanzierungen mit langen Laufzeiten machen bereits 1 % bis 2 % enorme Unterschiede und ergeben am Ende Einsparungen von mehreren tausend Euro.

Echtes oder unechtes Forwarddarlehen?

Hier liegt der Unterschied im Zeitpunkt der Zinsbindung.
Beim unechten Forwarddarlehen beginnt die Zinsbindung bereits nach Abschluss des Vertrages, obwohl Sie die Finanzierung noch gar nicht beansprucht haben.
Beim echten Forwarddarlehen hingegen beginnt die Zinsbindung erst, wenn das Forwarddarlehen auch tatsächlich in Anspruch genommen wird. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Laufzeit des unechten Forwarddarlehens früher endet.

Kosten sparen durch Umschuldung

Die Tilgung einer Baufinanzierung erstreckt sich meist auf mehrere Jahrzehnte. Innerhalb dieses Zeitraumes haben Kreditnehmer immer wieder die Möglichkeit, das bestehende Darlehen durch ein günstiger verzinstes Darlehen abzulösen. Viele Bauherren lassen sich diese Möglichkeit leider entgehen, da sie denken, der Prozess sei aufwendig und kompliziert. Dem ist jedoch nicht so: ein Großteil der benötigten Unterlagen für eine Umschuldung liegen bereits durch die Erstbeantragung vor, sodass diese nur noch bei der neuen Bank eingereicht werden müssen. Die Überprüfung erfolgt im Anschluss vollkommen automatisch und die Ablösung des Kredits regeln die Banken untereinander.

Sie denken aktuell über eine Umschuldung Ihres Kredites nach und würden gerne von den günstigen Konditionen und Zinsen der Raiffeisenbank Frechen-Hürth eG profitieren? Gerne beraten wir Sie rund um das Thema der Umschuldung, vergleichen die Angebote mit Ihnen und gehen mit Ihnen sämtliche Möglichkeiten zum Wechsel Ihrer jetzigen Bank durch.

Sprechen Sie uns an und profitieren Sie von den günstigen Konditionen der Raiffeisenbank Frechen-Hürth eG. Wir helfen Ihnen gern bei der Umschuldung und erläutern Ihnen das Vorgehen. Ein Großteil der erforderlichen Unterlagen liegt Ihrem Kreditinstitut bereits vom ersten Antrag vor und muss nur noch bei uns eingereicht werden. Alles Weitere regeln wir mit Ihrer Bank.