Interview mit Bruce Kapusta

Als gebürtiger Kölner wächst man zwangsläufig mit dem Karneval auf. Dazu kommen Sie noch aus einer echt kölschen Familie und schon Ihr Vater spielte das Schlagzeug im Spielmannszug. Wann haben Sie gemerkt, dass das mit der Musik, dem Karneval und Ihnen etwas ganz Besonderes ist?
Bei meinem allerersten öffentlichen „Auftritt“ als Trompeter war ich 12 Jahre alt und natürlich ganz schön aufgeregt. Ich stand zur Weihnachtszeit in der Fußgängerzone. Aber schnell kam dann dieses unbeschreiblich schöne Gefühl zu spüren, dass die Musik ankommt. Schon damals wusste ich: Du möchtest mal Musiker werden. Ja, und als Kölsche Jung ist dann der Karneval nicht weit.


Jetzt sind Sie schon seit über 20 Jahren im Geschäft und sind jedem Jecken ein Begriff, u.a. durch Hits wie „Dä Clown für üch“. Können Sie sich noch an Ihren Durchbruch in der Karnevalsszene erinnern?
Das ging im Grunde sehr schnell. Ich war zwar schon als Kind in einer Tanzgarde. Aber als „der Clown mit seiner Trompete“ stand ich zum ersten Mal 1994 beim Vorstellabend des KKK im Sartory auf der Bühne und wurde begeistert gebucht. Nach einer erfolgreichen Session war ich schon ein Jahr später bei der Närrischen Hitparade im WDR dabei. Und ich bin glücklich und dankbar, dass die Menschen auch nach über 20 Jahren noch meine Musik mögen und mich sehen wollen. Das empfinde ich als großes Geschenk.


Was zeichnet für Sie den Karnevals aus?
Rheinische Fröhlichkeit ist etwas Wunderbares. Menschen kommen zusammen und haben eine gute Zeit, auch wenn sie sich vorher vielleicht gar nicht kannten. Die Leute feiern und ziehen aus dieser ausgelassenen Stimmung neue Kraft für ihren Alltag. Das mag ich am Karneval.


Mittlerweile haben Sie schon mehrere hundert Live-Auftritte hinter sich. Gibt es Auftritte, die Ihnen besonders in Erinnerung bleiben?

Meine Zuhörer sagen mir oft, dass sie meine Musik sehr berührt, und zwar die mitreißenden Karnevalsschlager wie auch die stillen, nachdenklichen Lieder. Ich habe das Glück, dass ich mich an viele besondere Auftritte erinnern darf. Dazu gehört das Geburtstagsständchen im Wohnzimmer eines Fans genauso wie mein Auftritt bei der Eröffnung des Weltjugendtags im Rhein-Energie-Stadion mit 350.000 Leuten im und ums Stadion und Millionen an den Fernsehschirmen.

Zur Karnevalszeit stehen Sie logischerweise oft auf der Bühne. Was hilft Ihnen, den Stress und den Druck der vielen Auftritte auszugleichen und mal abzuschalten?
Auftritte habe ich das ganze Jahr hindurch, nicht nur im Karneval und vor Weihnachten. Also ist mir ein regelmäßiger Ausgleich wichtig. Ich bin ein Familienmensch und genieße es, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Außerdem ziehe ich gern die Laufschuhe an und jogge durch den Wald hinterm Haus.


Sie haben Ihre Auftritte zur Weihnachtszeit schon angesprochen. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit veranstalten Sie besinnliche Konzerte. Was hat Sie dazu inspiriert?
Weihnachten und die ganze Adventszeit waren für mich schon immer was Besonderes. Daran hat sich seit meiner Kindheit kaum etwas geändert. Die Wochen vor Weihnachten sind eine besonders schöne Zeit. Man kommt mit der ganzen Familie zusammen, trifft Freunde und Bekannte, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, nimmt sich Zeit füreinander. Diese besondere Atmosphäre möchte ich mit meinen Weihnachtskonzerten einfangen.


Für den 30.11. dieses Jahres haben wir, die Volks- und Raiffeisenbanken des Rhein-Erft-Kreises, ein solches Weihnachtskonzert für unsere Kunden organisiert. Können Sie uns schon einen kleinen Einblick in das Programm geben?
In diesem Jahr setzen wir, was die Musik angeht, ganz auf Tradition. Für das Konzert und für meine neue CD habe ich Lieder ausgewählt, die mich persönlich berühren. Zusammen mit den beliebten heiteren Geschichten bieten wir unserem Stammpublikum und den neuen Besuchern einen ganz privaten Einblick und gleichzeitig eine abwechslungsreiche Mischung aus festlichen und unterhaltsamen Momenten.


An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Herrn Kapusta, der sich für Zeit die Fragen unserer Auszubildenden aus dem Lehrjahr 2016 genommen hat.

Wenn Ihr Interesse nun geweckt ist und Sie das Konzert besuchen möchten, können Sie in Ihrer Filiale weitere Informationen erhalten oder bereits Karten erwerben.